Tiefenpsychologisch fundierte Gruppentherapie

Die Gruppenpsychotherapie ist eine wirksame und ökonomische Form der Psychotherapie. Sie wird eingesetzt unter anderem bei Ängsten, Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, Anpassungsstörungen wie auch Persönlichkeitsstörungen und solche mit fortbestehender Arbeits-, Leistungs- oder Beziehungsproblematik.

Psychotherapie in Gruppen unterscheidet sich in vieler Hinsicht von Einzelpsychotherapie. Menschen sind Gruppenwesen: Sie werden in der Regel in eine Gruppe - die Familie - hineingeboren und entwickeln sich in Gruppen. Dort entfalten sich Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Konflikte.

Die therapeutische Gruppe kann ein geschützter Raum sein, in dem belastende Beziehungserfahrungen bearbeitet und förderliche Kontakt- und Begegnungserfahrungen gesammelt werden. In dem sich die eigene Person in Resonanz zu den anderen erlebt, wird persönliches Konfliktmaterial erfahrbar wie auch eigene Entwicklungsprozesse in besonderer Weise angeregt und intensiviert. So können alte Rollen- und Funktionszuschreibungen abgelegt werden. Darüber hinaus stellen die sozialen Erfahrungen, die in Gruppen vermittelt werden, wie zum Beispiel die Konfrontation und Identifizierung mit dem Verhalten anderer und Rückmeldungen auf das eigene Verhalten, hilfreiche Lern- und Anpassungsreize dar. Die Gruppe ist wie eine Bühne, auf der die Mitglieder die verschiedenen Facetten ihres Erlebens und Beziehungsverhaltens zum Ausdruck bringen.

In der Gruppenbehandlung richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf unbewußte Prozesse innerhalb der Beziehungen, auf Ängste und Blockierungen, die den Einzelnen behindern und auf die Art, wie der Teilnehmer und die Gruppe sich gegenseitig beeinflussen.
Die Gruppenmitglieder bestimmen durch ihre Beiträge den Verlauf des Gesprächs. Aufgabe der Gruppentherapeutin ist es, die dort ablaufenden Prozesse zu verstehen und die unbewusste Kommunikation der Mitglieder untereinander wie auch die inneren Bestrebungen der Einzelnen im Blick zu haben und ins Gespräch zu bringen.